Bone regeneration2018-12-04T01:24:20+00:00

Knochenaufbau und Sinuslift

Verlieren Patienten Zähne, so beginnt der Körper damit, den nicht weiter belasteten Knochenanteil nach einer gewissen Zeit abzubauen (manchmal einige Monate, manchmal einige Jahre). Für eine Implantation kann somit unter Umständen nicht mehr ausreichen Knochenvolumen zur Verfügung stehen. Dies ist der Fall, wenn der Knochen nicht die erforderliche Breite, Höhe oder Dichte für den stabilen Halt der Implantate aufweist. Dies wird in einer der Implantation vorangehenden Untersuchung (verschiedene manuelle und röntgenologische Untersuchungen) festgestellt. Ist ein solches Knochendefizit gegeben, so kann durch einen Eingriff dieses Defizit behoben werden.

So ein Vorgehen wird üblicherweise als Knochenaufbau bezeichnet. Dazu wird an der entsprechenden Stelle natürliches oder synthetisch hergestelltes Knochenersatzmaterial bzw. körpereigenes Knochenmaterial des Patienten oder eine Mischung beider Komponenten eingefügt. Dieses transplantierte Gewebe bildet nach erfolgreicher Einheilung das Fundament für die Implantate. Schmale, flache oder atrophierte Bereiche des Kiefers können so wieder aufgebaut werden. Je nach Funktion, Knochenlage und Konstitution des Patienten dauert die Einheilung zwischen 12 und 36 Wochen.

Erst nach erfolgreicher Einheilung, werden die Implantate eingesetzt.

Sinuslift

Der so genannte Sinuslift (Sinusbodenaugmentation) ist ein Standardverfahren der Implantat-Chirugie für den Knochenaufbau im Oberkieferseitenzahnbereich und ist eine bewährte Behandlungsmethode. Der Sinuslift wird in Fällen durchgeführt, in denen die Kieferknochenhöhlen im seitlichen Oberkiefer zurückgebildet sind und die noch verbleibende Knochenhöhe nicht mehr ausreichend ist, um einem Implantat festen Halt zu bieten. Das Ziel des Eingriffes ist es, die Knochenschicht des Sinusboden zu verdicken, hierzu wird die Innenseite der Kieferhöhlenschleimhaut angehoben. Dieser Vorgang (englisch für „lifting“), gibt der Methode ihren Namen. Im somit aufgebauten Knochen können schließlich die Implantate sicher verankert werden.

Navigierte Implantologie als Ausweichmethode

Trotz aller Fortschritte sind die beiden aufwendigen operativen Eingriffe immer mit gewissen Risiken, langen Einheilungsphasen und erheblichen Kosten verbunden. Aus diesem Grund versuchen wir die  größeren Knochenaufbauten zu vermeiden, falls dies möglich ist.

Neue Verfahren, wie dreidimensionales Röntgen (DVT) und computergeführte Implantation ermöglichen heutzutage den vorhandenen Knochen des Patienten optimal auszunützen und mit innovativen Methoden oft ganz auf Knochentransplantate zu verzichten.

Welche Methode für sich für Sie am besten eignet, klärt Dr. Stillmann anhand ihres individuellen Befundes.

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